Klaafe, Fiere, Danze

Unternehmerinnen janz jeck

0151f3d2166e5096b0e05557cbb2e19e38ef701e4d-2Am letzten Wochenende im Januar war in Glessen wieder Keine Frau Daheim. Alle strömten zur kfd-Sitzung und feierten ihr höchstes Fest in der bis auf den letzten Platz gefüllten Mehrzweckhalle Am Wierichskamp: Die nur alle zwei Jahre stattfindende Müttersitzung. Unter dem Motto „Klaafe, Fiere, Danze“ heizten die toll kostümierten Damen so richtig ein. Zum ersten Mal dabei: Die Glessener Unternehmerinnen mit einer etwas anderen Bittprozession, bei der die Männer genüsslich durch den Kakao gezogen wurden. Mittendrin: Marita Weikenmeier, Hannelore Lersch-Steier und Anne Keller als Vorbeterinnen, Andrea Floß, Anja Roßkopf, Bettina Löhr, Heike Jelacic, Pia Streicher, Silvia Kutsch-Altherr und Ulrike Berens als Fußvolk.

IMG_0008Da die Herren bei der ebenfalls ausverkauften Generalprobe freitags auch im Publikum geduldet werden, dürften ihnen die Ohren ziemlich geklingelt haben. Am Samstag waren die „Glesser Mädchen“ dann ganz unter sich. Doch egal, ein Blatt vor den Mund nimmt im Karneval ohnehin keine. Das mit dem Himmel, das kriegen wir schon hin.

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Anne Keller hält unsere Fahne hoch.

Mehr als 80 Frauen, die über Wochen und Monate ihre Tänze, Sketche und Gesangsnummern einstudiert hatten, brachten den Saal zum Toben. Um Spaß zu haben, brauchen die Jecken aus Glessen nicht die großen Stars aus Köln – sie rekrutieren sie aus den eigenen Reihen und imitieren ihre großen Vorbilder perfekt. Für den Nachwuchs ist gesorgt: Mittlerweise stehen die Töchter (und Söhne) mit ihren Mamas (und Papas vom großartigen Männerballett) gemeinsam auf der Bühne. So manche, die im Katholischen Kindergarten an Weiberfastnacht zum ersten Mal ein kleines Programm für die Pänz auf die Bühne zauberten, wurden dauerhaft vom närrischen Virus infiziert und gehören inzwischen zum Stammpersonal der Müttersitzung: Etwa die geschmeidigen Pankratius-Katzen, die Ladykracher oder die höllisch scharfen Chili-Sisters.

Klatsch und Tratsch aus dem Dorf, weibliche Eigenarten und männliche Fehlfunktionen, ein Eheseminar für Langverheiratete, der Blötschkopp, Wolfgang Petry, Helene Fischer oder Natascha aus Russland – da blieb kein Auge trocken. Und wer mehr wissen will, setzt sich einfach zu Elli auf die „Bank des Vertrauens“ auf dem Glessener Friedhof – der entgeht einfach nichts. Jetzt heißt es wieder zwei Jahre warten bis zum nächsten Mal. Mal sehen, vielleicht sind wir wieder dabei!